Meine Top 10 Quellen

Ich durchlaufe gerade einen Working Out Loud Circle (WOL) und erlebe mit meiner Gruppe eine sehr interessante und spannende Zeit. Über WOL gibt es viel zu berichten, an dieser Stelle möchte ich nur über eine simple Aufgabe beschreiben: Liste deine Top 10 Quellen auf, die für deine aktuelles Thema oder dein Ziel relevant sind. Das klingt zunächst einfach, war für mich aber dann doch nicht. Zwar konnte ich sehr schnell einige Quellen (Bücher, Blogs, Websites, etc.) auflisten, doch was sind die zehn wichtigsten Quellen für mein Thema Selbstentwicklung? Hier musste ich abwägen, was ich aktuell lese und was einen langfristigen Eindruck hinterlassen hat. Nach Auflisten der Quellen kam dann die nächste, nicht ganz leichte Frage auf, warum sind mir gerade diese Quellen wichtig? Und was stand da eigentlich nochmal drin? So hat das ganz doch etwas mehr Zeit in Anspruch genommen und mir ist klar geworden, dass es immer nur eine Momentaufnahme sein kann. Außerdem ist mir noch einmal bewusst geworden, wie wichtig es mir ist, die Inhalte und Kernaussagen von wichtigen Quellen festzuhalten. Und genau das ist einer der Hauptgründe, warum ich diesen Blog aufgebaut habe.
 
Hier nun meine Top 10 Quellen:
 
1. Tim Ferriss: meine „klassische“ Quelle, bekannt durch sein erstes Buch „The 4-Hour Workweek“. Er hat in der Vergangenheit verschiedene Strategien und Hacks zur Selbstoptimierung ausprobiert, sich aber in letzter Zeit immer mehr mit seiner Vergangenheit und seinen psychologischen Themen auseinandergesetzt. Ich empfehle seinen Podcast, in dem er eine Vielzahl sehr interessanter Menschen interviewt, und seine letzten Bücher „Tools of Titans“ und „Tribe of Mentors“, die viele der wichtigsten Erkenntnisse aus seinen Interviews zusammenfassen.
 
2. James Altucher: Ich liebe James Podcast, die Art und Weise, wie er Menschen interviewt und seine oft etwas andere Herangehensweise an die Dinge. Seine Gäste überschneiden sich zum Teil mit Tim Ferriss, aber er kommt aus einem anderen Blickwinkel. Ich habe vor ein paar Jahren mit seinem Buch „Choose Yourself“ angefangen und bin seitdem bei ihm geblieben. Eines seiner Hauptthemen ist, wie man der Bürowelt entkommt und neue Skills aufbaut und Optionen für sich entwickelt. Sein neuestes Buch „Skip the Line“ liegt auf meinem Schreibtisch.
 
3. Rich Roll: Sein Buch „Finding Ultra“ hat mir großen Spaß gemacht zu lesen. Er beschreibt, wie er sich von einem außer Form geratenen Vierzigjährigen zu einem veganen Ultraläufer und Triathlet entwickelt hat. Er absolvierte u.a. eine absolut verrückte Herausforderung, den EPIC5, einer Challenge, die aus fünf Ironman-Distanz-Triathlons besteht, jeder auf einer anderen hawaiianischen Insel, in weniger als einer Woche zu absolvieren. Sein interessanter Podcast deckt ein breites Spektrum an Themen rund um das Thema Selbstentwicklung ab.
 
4. Cal Newport: Sein Buch „So good they can’t ignore you“ war ein Game Changer für mich. Er erklärt dort, warum die Leidenschaftshypothese für die meisten Menschen ein schlechter Ratschlag ist, da sie zu dem falschen Glauben führt, dass es den einen richtigen Job für dich gibt, den du nur finden musst. Wenn man ihn dann nicht findet, hat man ein Problem und die Folge können Selbstzweifel und häufige Jobwechsel sein. Stattdessen empfiehlt er, sich eine Handwerkermentalität anzueignen und an der Leidenschaft zu arbeiten bzw sie sich mit der Zeit entwickeln zu lassen. Indem man immer besser wird in dem, was man tut und seltene und wertvolle Skills aufbaut, kann man so gut werden, dass man Freiheit und Kontrolle darüber gewinnt, was und wie man arbeiten möchte. Mir gefiel auch sein Buch „Deep Work“, sein Newsletter und vor kurzem habe ich seinen Podcast entdeckt. Sein neuestes Buch zum Thema Digitaler Minimalismus habe ich noch nicht gelesen, aber es klingt nach einer interessanten Lektüre!
 
5. The Minimalists: Ein interessanter Blog und Podcast von zwei selbsternannten „Minimalisten“, Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus. Beide haben erfolgreiche Unternehmenskarrieren hinter sich gelassen und schrittweise einen minimalistischen Lebensstil umgesetzt. Über ihre Erfahrungen berichten sie in ihrem Blog und Podcast. Außerdem haben die beiden ein Buch herausgebracht, „Minimalism – Live a Meaningful Life“, welches ich ebenfalls empfehlen kann. Meine Zusammenfassung findet ihr hier.
 
6. Zen Habits: Interessanter Blog von Leo Babauta, in dem es darum geht, „Einfachheit und Achtsamkeit im täglichen Chaos unseres Lebens zu finden. Es geht darum, die Unordnung zu beseitigen, damit wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können, etwas Erstaunliches schaffen und Glück finden.“ Leo hat eine interessante persönliche Geschichte, wie er sein Leben total verändert hat. Seine Beiträge sind leicht zu lesen und basieren auf der zen-buddhistischen Philosophie (ohne dass ich genau weiß was das bedeutet) Ich habe seinen Blog lange verfolgt, bin aber vor kurzem zu anderen Quellen gewechselt. Er hat auch ein interessantes eBook („Zen to done“) über sein persönliches Organisations- und Produktivitätssystem veröffentlicht, das eine einfachere Version von David Allens „Getting Things Done“ ist.
 
7. Srikumar Rao: Sein Buch „Are you Ready to Succeed?“ Erhebt einen hohen Anspruch, da es verspricht, Strategien für das erfolgreiche Meistern von Beruf und Leben zu liefern. Er verwendet alte Lehren z.B. aus dem Buddhismus und stellt sie in einen modernen Kontext. Sein Buch enthält verschiedene Übungen, um sein konventionelles Denken herauszufordern. Er lässt den Lesen über seine mentalen Modelle, sein mentales „Geschwätz“ und sein ich-zentriertes Universum nachdenken. Freiheit und Glück sind möglich, aber man muss einen unkonventionellen Weg gehen. Ich habe es vor einiger Zeit gelesen und gerade festgestellt, dass ich es mir noch einmal ansehen möchte.
 
8. Scott Adams: Er ist vor allem bekannt durch seine Dilbert-Cartoons. Durch einen Podcast lernte ich ihn von einer anderen Seite kennen und las sein Buch „How to Fail at Almost Everything and Still Win Big“; Das Buch ist eine Mischung aus Scott Adams Biografie, seinen Misserfolgen und seinen Lehren für Glück und Erfolg. Er fasst sein Modell so zusammen: „Bringe zuerst deine Gesundheit in Ordnung, erwerbe Ressourcen und neue Fähigkeiten durch harte Arbeit und suche dann nach Möglichkeiten, einen flexiblen Zeitplan umzusetzen.“ Dies klingt ähnlich wie Cal Newports Ausführungen über die Leidenschaftshypothese. Das Buch enthält verschiedene Nuggets, die zum Nachdenken anregen, zum Beispiel, dass generell Systeme Zielen überlegen sind oder seine positiven Erfahrungen mit Affirmationen. Bitte beachtet, dass Scott einige kontroverse Aussagen über die US-Politik gemacht hat und dafür zum Teil sehr scharf kritisiert wurde.
 
9. Russ Harris: Sein Buch „The Happiness Trap“ bietet interessante Werkzeuge gegen Stress und schmerzhafte Gefühle oder Gedanken; es basiert auf der Acceptance and Commitment Therapy (ACT), die Achtsamkeitspraktiken verwendet; es lädt dazu ein, sich unangenehmen Gefühlen zu öffnen und zu lernen, nicht zu überreagieren, anstatt zu versuchen, sie zu unterdrücken.
 
10. Yuval Harari: Seine Bücher („Sapiens“, „Home Deus“, „21 Lessons for the 21st Century“) sind eine hervorragende Quelle, um die Geschichte und Zukunft der Menschheit zu verstehen. Sie sind ein Vergnügen zu lesen und helfen zu verstehen, woher wir kommen, wie unsere Gesellschaften funktionieren und wohin wir gehen. Ich habe sie sehr gerne gelesen und die Bücher an Familie und Freunde verschenkt. Der erste Teil von Sapiens ist kürzlich als Comic erschienen, der auch hervorragend sein soll.
 
 

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